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Fachbereiche > Sprachen
Der Fachbereich Latein
Stand: November 2016

Fachleitung: Johanna Hort | Unterrichtende Kollegen und Kolleginnen: Frau Krüger-Fore, Herr Dr. Krüger, Frau Hort (ab Schuljahr 2017/18)

Latein ist die Sprache der Römer, die zu Beginn des 2.Jh. n.Chr. ein riesiges Weltreich besaßen. Dieses Weltreich reichte von Britannien im Nordwesten bis Ägypten im Südosten und umfasste insbesondere den gesamten Mittelmeerraum. So gehörten zum Beispiel die heutigen Länder Frankreich, Italien, Spanien, Portugal und England, aber auch Teile Südwestdeutschlands zum römischen Weltreich.

Latein ist aber auch nach dem Untergang des römischen Weltreichs im 5.Jh. n.Chr. weiter lebendig geblieben. Es war die Sprache der Gebildeten im Mittelalter, in der Renaissance und zum Teil sogar in der Neuzeit.

>>Weshalb sollte man Latein lernen ?
Latein als Basissprache vieler europäischer Sprachen kann beim Erlernen dieser Sprachen (in der Schule kommen insbesondere Englisch und Französisch in Frage), vor allem beim Erfassen und Einprägen des Vokabulars, sehr hilfreich sein.

Die meisten Fremdwörter und viele Fachbegriffe haben ihren Ursprung in der altgriechischen oder in der lateinischen Sprache. Mit Latein als Grundlage ist es einem möglich, die Bedeutung vieler dieser Fremdwörter und Fachbegriffe (auch ohne langwieriges Nachschlagen im Lexikon) zu verstehen und sich dauerhaft zu merken.

Beispiel: Imperialismus >> imperium - Reich, Herrschaft

Latein war zu allen Zeiten die Sprache der Gebildeten. Daher gibt es eine unermessliche Fülle lateinischer Zitate, die auch häufig in Geschichts- und Deutschbüchern zu finden sind. Die Kenntnis der lateinischen Sprache erleichtert in vielen Fällen das Verständnis und die genaue Sinnerfassung dieser Zitate.

Latein hat in der Lehrbuchphase einen überdurchschnittlich hohen grammatischen Anteil. Viele jetzige Oberstufenschüler oder ehemalige Schüler sagen immer wieder, sie hätten Grammatik überhaupt erst durch Latein richtig gelernt. Die im Lateinunterricht erworbenen Grammatikkenntnisse können dann auch im Deutsch- und im Fremdsprachenunterricht sehr nützlich sein.

Ein Schwerpunkt des Lateinunterrichts ist (anders als bei den modernen Fremdsprachen) die Übersetzung ins Deutsche. Hierdurch können die Ausdrucksfähigkeit und der Stil im Deutschen wesentlich verbessert werden.

Das Übersetzen lateinischer Texte erfordert ein äußerst präzises Vorgehen. Man muss den lateinischen Text genau lesen, da es auf jeden Buchstaben ankommt. Diese Sorgfalt und Genauigkeit leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Lesekompetenz.

Aufgrund der Besonderheiten der lateinischen Sprache schult der Lateinunterricht in besonderer Weise die Fähigkeit zu genauem und analytischem Denken und Arbeiten.

Der Lateinunterricht vermittelt auf allen Stufen Kenntnisse der Geschichte, der Literatur, der Mythologie, der Kunst, der Architektur usw., die - abgesehen von ihrem allgemein bildenden Wert - im Fachunterricht der Oberstufe (vor allem in Geschichte, Deutsch, Fremdsprachen und Kunst) wieder vorkommen und somit zum Erfolg in diesen Fächern beitragen können.

Der Lateinunterricht auf dem Gymnasium vermittelt die für eine Reihe von Studiengängen nützlichen, notwendigen oder gar verlangten Lateinkenntnisse (Möglichkeit des Erwerbs des Latinums), die man sich sonst erst später parallel zum eigentlichen Studium an der Universität oder Hochschule mit zusätzlichem Aufwand aneignen müsste.

>>Wer sollte Latein lernen ?
Für Latein eignen sich insbesondere diejenigen Schülerinnen und Schüler,

  • die sprachlich interessiert sind und in den bisherigen Fremdsprachen (insbesondere auf dem letzten Halbjahreszeugnis) gute oder durchschnittliche Zensuren hatten und
  • die gerne „tüfteln“, „knobeln“, analysieren und Probleme lösen (was sich u.a. auch in dem Interesse am und der Leistungsfähigkeit im Fach Mathematik ausdrücken kann), selbst wenn sie in den bisherigen Fremdsprachen aufgrund von Problemen mit der Aussprache, der Ausdrucksfähigkeit oder der Kommunikationsbereitschaft weniger Freude oder Erfolg hatten.

Denn es wird im Lateinunterricht - anders als in den modernen Fremdsprachen - nicht die Fremdsprache, also Latein, gesprochen und nur selten geschrieben. Latein kommt somit unter den oben genannten Voraussetzungen besonders auch für eher zurückhaltende Schülerinnen und Schüler in Frage.

Latein wird an der Rückert-Oberschule als fakultative 3. Fremdsprache angeboten.

Die Schüler wählen das Fach Latein für 2 Jahre (Klasse 8 und 9), in der 10. Klasse kann Latein als Wahlpflichtkurs und in der Oberstufe als Grundkurs fortgesetzt werden. Das Latinum ist als Abschluss erreicht, wenn das 4. Semester im Grundkurs Latein mit der Note 4 (5 Punkte) abgeschlossen wurde. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Latein im 4. Semester als 3. bzw. 4. Prüfungsfach oder als 5. Prüfungskomponente (Besondere Lernleistung oder Präsentationsprüfung) im Abitur zu wählen.

>>Lehrwerke und Unterrichtsmaterialien
- Latein drei (Buchner-Verlag, 2000): Lehrbuch und Vokabelheft

Während der Spracherwerbsphase in Klasse 8 und 9 sowie im ersten Halbjahr der Klasse 10 benutzen wir zur Zeit dieses Lehrwerk, das speziell für die 3. Fremdsprache konzipiert ist.

- Pons Lexikon - Latein-Deutsch (Klett)

Nach Abschluss der Lehrbuchphase im ersten Halbjahr der Klasse 10 wird mit diesem Wörterbuch gearbeitet, das dann auch in den Klausuren benutzt werden darf.

>>Lektüre
Spätestens im 2. Halbjahr der Klasse 10 werden lateinische Originaltexte gelesen, zunächst kurze, leichtere Ausschnitte verschiedener Werke (Übergangslektüre), in der Kursphase dann längere zusammenhängende Texte nach thematischen Schwerpunkten (Römisches Alltagsleben, Mythologie, Geschichte, Philosophie etc.).

Der Fachbereich verfügt über zahlreiche anschaulich aufbereiteten Lektüreausgaben und Comics (Caesar, Catull, Cicero, Seneca, Plinius etc.).

>>Lateinraum
Es gibt auch einen Lateinraum, der sich mit Hilfe einiger engagierter LateinschülerInnen zu einem Raum mit angenehm römischer Atmosphäre entwickelt hat.

Johanna Hort (Fachleitung)
10825 Berlin    Mettestr. 8    (030) 90 277 71 73
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